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Magdeburg Frühjahr 2005
 
Das letzte Sammlertreffen fand im Mai 2005 in Magdeburg statt. Alle Teilnehmer sind voll des Lobes über dieses gelungene Wochenende. Angefangen hat alles bei dem tollen Hotel, das besonders am Samstagabend mit einem vorzüglichen Büfett unser gemeinsames Beisammensein abrundete. Die sehr aufschlussreiche und gut verständliche Stadtführung mit Markt und Rathaus, den barocken Bürgerhäusern und dem modernen „Hundertwasser"-Komplex. Hauptpost, Domplatz und Landtag, Wehrturm, Fürstenwall und Altstadthäusern, den drei nebeneinanderstehenden Kirchen und der Schiffmühie war so richtig auf das Bildungsbedürfnis der Teilnehmer abgestimmt, dass es niemandem zu viel wurde und der Fußweg von jedem leicht bewältigt wurde. Und wer sich für Geschichtszahlen interessiert, der muss noch einmal wiederkommen oder nachlesen.

Den Höhepunkt jedoch stellte die Schifffahrt dar, die auf der Elbe stromabwärts begann. Mit dem Schiffshebewerk von 1934 wurde dann das gesamte Schiff einschließlich der „Badewanne", in dem es sich befand, um 13 Meter angehoben und in den höhergelegenen Mittellandkanal befördert. Um 90° versetzt konnten wir nun über die Elbe hinwegschippern und kamen so auf den Elbe-Havel-Kanal. Das Bauwerk dazu, das den westlichen Mittellandkanal mit dem östlich verlaufenden Elbe-Havel-Kanal verbindet und über die Elbe führt - die so genannte Trogbrücke - ist ein Meisterwerk, das schon in den 1940-er Jahren geplant war, aber erst von 2000 bis 2003 gebaut wurde. Durch weitere Schleusen, die nach dem bekannten Prinzip mit zwei Toren arbeiteten und uns bis zu 19 Metern wieder absenkten, gelangten wir dann mit entsprechendem Kurvenverlauf auf die Elbe zurück, um letztlich nun unter der Trogbrücke - und somit unter dem Kanal - wieder elbaufwärts Richtung Magdeburg zu fahren. Diese Tour heißt auch die „Große Acht", weil sich der Verlauf wie eine 8 darstellt. Bis auf einen Gewitterguss (eine Husche sagt man dort) hat uns nur die Sonne begleitet.

Eine weitere Überraschung war dann die Sammlerbörse, die in ehemaligen Werk- und Lagerhallen der Telekom stattfand. Beste Anfahrts- und Parkmöglichkeit, gutes Heranfahren und Ausladen, helle Räume und genügend Platz - und dazu ein sehr vielschichtiges Angebot an Geräten und Literatur. Und erstmals keine Drängler, die sich beim Tischeverteilen hervortun mussten, und keine Kauflustigen, die schon vor Beginn versuchten, sich Vorteile zu verschaffen. Es war einfach harmonisch, wie man es sich an einem so schönen Vormittag immer vorstellt. Dass sich unser Treffen nach dem Mittag auflöste, weil viele einen weiten Heimweg vor sich hatten, ist ganz normal. Für all die Mühe, die bei der Vorbereitung und Durchführung eines solchen Treffens erforderlich ist, sei unserem Mitglied Ralf-Rainer Stoye und seinen Helfern ganz herzlich gedankt - und für die Abstimmung mit Petrus noch mal zusätzlich.


Günther Mergelsberg